Das neue Informationsportal rund um Antiquitäten

 

 Home

 Zeitepochen

 Lexikon A-Z

 Kunst

 Möbel

 Uhren

 Schmuck

 Waffen

 Porzellan

 Bücher

 Edelmetalle

 Lampen

 Termine

Klassizismus  I  Barock  I  Biedermeier  I  Gründerzeit  I  Jugendstil  I  Art Deco Impressum
                                                         Schmuck

Die Geschichte des Schmucks beginnt mit der Geschichte der Menschheit. Das Bedürfnis sich zu schmücken ist, wie wir an primitiven Völkern auch heute noch beobachten können, stärker als das Bedürfnis sich zu kleiden. "Vor der Kleidung war der Schmuck" - so beginnt daher auch eine der grundlegenden Arbeiten zur Geschichte der Schmuckkunst.
Schon früh hatte der Schmuck neben seiner ästhetischen Funktion weitere wichtige Aufgaben zu erfüllen. Einmal diente er als Amulett oder Talisman, dann wieder hatte er das Gewand, den Schuh oder den Gürtel zu schließen oder das Haar festzuhalten. Wir können demnach symbolischen Schmuck, Gewand-, Körper -und Haarschmuck unterscheiden.

  www.arsmundi.de - Welt der Geschenke

Jede Epoche formte den Schmuck nach ihrer Art, und zwar nicht nur durch bestimmte ihr eigene Stilelemente, sondern auch durch die Wahl des Materials, die Bearbeitungsweise und die Technik. Im Altertum waren es vornehmlich Ägypten, das antike Griechenland und Rom, die an der Entwicklung des Schmucks den wesentlichsten Anteil hatten, später übernahm diese Rolle Byzanz. Die karolingische Epoche wird im allgemeinen eng mit dem Beginn der Schmuckkunst der historischen Zeit in Westeuropa in Verbindung gebracht. Karl der Große, aus seiner umfassenden menschlichen Persönlichkeit heraus, schuf Bedingungen, die dazu führten, daß aus dem Erbe der alten Kulturen, dem Christentum und der Schaffenskraft der europäischen Völker eine neue Kultur erwuchs, die man wohl zu Recht "karolingische Renaissance" zu nennen pflegt und die auch die Schmuckkunst maßgeblich beeinflußte. Früher gotischer Schmuck blieb uns nur vereinzelt erhalten, über sein Aussehen und über seine Verwendung geben uns zeitgenössische Buchmalerein und Tafelbilder, gelegentlich aus Plastiken Auskunft. Die schönsten Beispiele frühmittelalterlichen Schmucks, die zu uns kamen, stammen vom Rhein- und Maasgebiet. Der kostbarste Frauenschmuck, der uns aus dieser Zeit bekannt geworden ist, gehört zu dem sog. Ornat der Kaiserin Gisela, den diese bei ihrer Hochzeit mit Kaiser Konrad II. im Jahre 1027 getragen haben soll.
In der Renaissance wurde die Basis breiter und gleichzeitig schmückten sich der Hochadel und die hohe Geistlichkeit reicher. Gar nicht selten trug man z. B. mehrere Ringe an einer Hand. Die Renaissance liebte Edelsteine und farbigen Email und zierte die damals bevorzugteste Schmuckform, den Anhänger, reich mit diesen Schmuckmitteln.
Das 17. Jh. bedeutet für den Diamentschliff eine entsprechende Wenung, als der Brillantschliff erdacht wurde, der die einzigartige Schönheit des unbestrittenen Königs der Edelsteine voll zur Geltung bringt. Im 18. Jh. bestückten kunstfertige Juweliere Broschen, Aigretten, Ringe usw. in Blüten-, Zweigen- und Schleifenform mit flimmernden Brillanten, die besonders im festlich beleuteten Ballsaal, bei großen Empfängen bei Hof voll erstrahlten.
Von altersher verwendete man zur Fertigung von Schmuck verschiedenste Materialien: edle aber auch unedle Metalle, Edel -und Halbedelsteine, buntes Email, Perlen, Korallen u.ä. Die einzelnen Landschaften und Stilepochen gaben bestimmten Werkstoffen den Vorzug und sind vielfach nach der Art des gewählten Materials und seiner Bearbeitungsweise kenntlich.

ars mundi - Die Welt der Kunst im Internet